Nouvelle Calédonie – Île des Pins

Karte

Île des Pins

Allgemeine Informationen

James Cook entdeckte die Île des Pins (Pinieninsel) auf seiner zweiten Weltumsegelung 1774 und gab ihr diesen Namen, weil sie grossflächig mit Araukarien bedeckt ist, welche vielfach bis an das Meer reichen. 1840 trafen die ersten evangelischen und 1848 die ersten katholischen Missionare auf der Insel ein. Die Île des Pins hat rund 130 Quadratkilomenter Fläche und knapp 2’000 Einwohner. Hauptort und Verwaltungssitz ist Vao. Ihr Spitznamen auf Französisch lautet: l’île la plus proche du paradis!

Unsere Tage auf der Insel

Während dem 30 minütigen Flug von Nouméa zur Insel staunen wir über den schönen Sonnenuntergang hoch über den Wolken.

Im Hôtel Oure Tera werden wir mit einem Golfwagen zu unserem Bungalow mit Gartensicht gefahren. Wir ziehen uns um und begeben uns zum direkt am Meer gelegenen Restaurant an der Baie de Kanuméra. Zur Vorspeise werden die endemischen Schnecken Bulimes (oder auch Escargots de l’Île des Pins genannt), welche mit feiner Knoblauchsauce abgeschmeckt sind, verkostet und überraschend gut schmecken. Als Hauptgang gibt es eine traditonelle Fisch-Bougna, ein Fischeintopf mit Wurzelgemüse in Bananenblätter gegart.

Der kommende Tag beginnt kurz nach Sonnenaufgang mit einem Spaziergang am hauseigenen Strand entlang.

Mit einem einheimischen Fischer ins Gespräch kommend, zeigt dieser auf ein in weiter Ferne tuckerndes, riesiges Kreuzfahrtschiff. Dieses werde am Mittag in der benachbarten Baie de Kuto ankommen, anschliessend gebe es dort Gratis-Bougna (vom Schiff bezahlt, man soll sich da frech bedienen). Da wir tagsüber einen Bootsausflug unternehmen, hoffen wir lediglich, dass die Touristenmasse noch am gleichen Tag weiterzieht.

Nach einem ausgiebigen und vielfältigen Frühstück geht’s auf dem Bootsausflug erst zur Îlot Brosse, wo wir wunderbar und etwas abseits der anderen Mitreisenden schnorcheln können. Unterwegs werden etliche Manta-Rochen beobachtet. Auf den Mittag wechseln wir zur Île Môrô, wo wir in einem bunt geschmückten Paradies ankommen und herzlich empfangen werden: Schön gedeckte Tische an schattigen Orten, Hängematten, Schaukel, Willkommensgetränke und Kokosnussschnitze!

Zuerst bekommt jeder eine halbe Languste und ein weiteres Krabbentier. Dazu wird Mayonnaise und Papaya-Salat gereicht.

Anschliessend teilt man sich einen riesigen Fisch, dazu gibt es ein violett-blaues Wurzelgemüse, welches ähnlich wie Kartoffeln schmeckt, und Taro genannt wird. Zum Nachtisch gibt es Fruchtsalat, Kaffee und Tee.

Nach dem reichlichen Essen erkunden wir ein weiteres Mal die Unterwasserwelt und entdecken zu unserer Freude eine schwarz-weiss gestreifte Wasserschlange.

Auf dem Rückweg zur Hauptinsel beobachten wir, wie mehrere kleine Boote aus der Baie de Kuto zum riesigen Kreuzfahrtschiff fahren, um die unzähligen Touristen von der Insel zu holen. Wir sind froh, diese Belagerung nicht miterlebt zu haben.

Am nächsten Tag sind wir ein weiteres Mal auf dem Wasser unterwegs, diesmal mal mit einem traditionellen Pirogue.

Die Fahrt vom Süden in den Norden der Bucht geht vorbei ein unzählig vielen und vor allem eindrücklichen Felswürfeln, unterwegs können wir wieder Manta-Rochen beobachten.

Gegen Mittag zieht sich die Sonne leider etwas hinter den Wolken zurück. Im Norden angekommen, begeben wir uns auf eine Buschwanderung in Richtung Baie d’Oro. Als wir zu einem seichten Flussbett kommen, waten wir in diesem entlang zum Piscine Naturelle. Unterwegs entdecken wir dutzende von Winkerkrabben. Diese Tierchen sind zwar klein, fallen aber durch ihre richtig rote Farbe auf. Kaum spüren sie unsere Anwesenheit, verschwinden sie blitzschnell in ihren gegrabenen Löchern.

Beim natürlichen Pool angekommen, zeigt sich uns ein wunderschönes Naturbild eines türkisfarbenen Bassins und im Hintergrund die hoch in den Himmel ragenden Tannen. Wären da nicht noch 100 andere Touristen, könnte man sich im Paradies wissen.

Mit Brille, Schnorchel und GoPro ausgerüstet, lässt es sich im angenehm warmen Wasser herrlich schnorcheln, denn es zeigt sich ein regelrechtes Unterwasser-Paradies: Viele Fische, Seeigel, farbige Korallen und Muscheln werden bestaunt.

Per Shuttle-Bus geht es nach dem wunderschönen Ausflug zurück ins Hotel, dort lassen wir den Abend mit einem leckeren Rindsfilet-Spiess ausklingen. Denn bereits am nächsten Morgen geht die Reise weiter über Nouméa und Auckland in den Osten der Südsee.

Zeitraum

30. Oktober – 3. November

Galerie

Schritte

 

 

3 Kommentare bei „Nouvelle Calédonie – Île des Pins“

  1. Diese hochgiftigen, aber überhaupt nicht aggressiven Seeschlangen habe ich häufig im Meer in Abu Dhabi gesehen. Ich habe live gesehen wie Einheimische über längere Zeit mit ihnen gespielt haben!
    Sie sind für Menschen ungefährlich, da sie ihre Giftzähne weit hinten im schmalen Rachen haben. Man müsste einen kleinen Finger weit in den Schlund der Schlange stecken, um gebissen und somit vergiftet zu werden. Dann aber wird’s sehr ernst, denn sie sind weit giftiger als alle Landtiere!
    Es macht sehr viel Freude eure Blogs zu lesen und die wunderschönen Fotos anzuschauen. Funktioniert der Fotoapparat nach der provisorischen Reparatur immer noch?

    Weiterhin viel Spass
    Hans

    1. Lieber Hans
      Herzlichen Dank für deinen Beitrag, du hast genau das auf den Punkt gebracht, was wir uns bezüglich dieser Schlange schon oft gefragt und leider bisher keine eindeutige Antwort erhalten hatten. Die Informationen dazu waren sehr widersprüchlich und reichten von extrem giftig laut Reiseführer bis total ungefährlich, unsere Kinder spielen mit den Tieren, laut Einheimischer. Nun wissen wir, das wohl beide Aussagen zutreffend, jedoch für sich alleine genommen zu ungenau sind.
      Wir freuen uns immer wieder sehr über deine Kommentare, du bist unser treuster Leser!
      Reisende Grüsse,
      Sara

    2. Ach ja, wegen der Kamera: Unsere improvisierte Einschaltlösung funktioniert nach wie vor einwandfrei 🙂 ! Wer weiss, vielleicht hält das Ganze ja sogar bis Ende Reise – wir hoffen es auf alle Fälle.
      Lieber Gruss
      Sara

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