Kolumbien – Ciudad Perdida & Cartagena de Indias

Santa Marta

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Erlebnisse

Santa Marta wurde am 29. Juli 1525 vom Conquistador Rodrigo de Bastidas als eine der ersten heute noch bestehenden spanischen Städte auf dem amerikanischen Festland gegründet. Sie ist der Hauptort im Departamento del Magdalena und liegt an der Karibikküste Kolumbiens. Die Gemeinde hat Anteil an der Sierra Nevada mit den höchsten Bergen Kolumbiens, dem Pico Cristóbal Colón sowie dem Pico Simón Bolívar, beide mit einer Höhe von über 5700 Metern über Meer. Zudem befindet sich auf dem Gemeindegebiet die Ruinenstadt Ciudad Perdida.

Für uns ist diese Stadt lediglich der Ausangspunkt für die mehrtägigen Wanderung zur Ciudad Perdida (verlorene Stadt). Im Hotel Las Vegas finden wir für eine Nacht eine günstige Bleibe und gleich nebenan einen bewachten Stellplatz für unser Auto. Müde von der Fahrt von Riohacha hierher erkunden wir abends den Ort zu Fuss und finden in einer belebten Gasse ein Restaurant, wo wir unseren Hunger stillen und den tollen Strassenmusikanten lauschen können. Die Musik findet bei Alt und Jung Anklang, auch wir erfreuen uns dieser Unterhaltung.

Ciudad Perdida

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Erlebnisse

Tag 1

Nachdem wir frühmorgens beim Büro von Expotour die bevorstehende, viertägige Wanderung zur Ciudad Perdida bezahlt haben, schlürfen wir während der Wartezeit bis zum offiziellen Start einen Jugo de Mango con Leche im Restaurant Mi Oficina und sind pünktlich zur angegebenen Zeit beim Treffpunkt. Die vielen wanderhungrigen Touristen werden in drei Gruppen von 12 bis 15 Leute eingeteilt. Wir befinden uns in der letzten Gruppe und müssen eine halbe Stunde auf ein uns zugeteiltes Mitglied warten, welches wohl beim Bummeln durch Santa Marta die Zeit vergessen zu haben scheint. Die Wanderung noch nicht einmal gestartet, erhält er von allen Seiten böse Blicke. Endlich komplett, stellen sich unser einheimischer Führer Levi und unsere venezolanische Dolmetscherin Alexandra vor, anschliessend werden wir in gut zwei Stunden nach El Mamey gefahren, wo uns ein stärkendes Mittagessen erwartet und Alexa grosszügig von ihrer Flasche mit Mazamorra (Getränk auf Maisbasis) probieren lässt, welches ein natürliches Energie-Getränk ist. Im Anschluss wird die Wanderung auf einer Wandkarte erläutert und wohlgenährt starten wir den ersten Teil des Treks.

Alexa marschiert schnellen Schrittes voran, sie wird von drei pubertierenden Studenten regelrecht umzingelt und bezirzt. Rasch wird klar, dass unsere Gruppe, welche aus drei Frauen und 11 Männern besteht, äusserst fit ist. Da hat die immer noch kränkelnde Sara zum Teil grösste Mühe, mitzuhalten.

Die ersten eineinhalb Stunden teilen wir den weissen, sandigen Weg mit Motorrädern, welchen ständig ausgewichen werden muss. Wir kommen vorbei an einer Schule, wo mit Begeisterung Fussball gespielt wird.

Später begegnen wir Maultieren, welche einander die Sattelunterlage aus Stroh wegfressen – ganz zum Ärgernis des einen Reiters, der verblüfft von seinem Telefonat absieht und mit einer Peitsche auf die Tiere zugesprungen kommt.
Unterwegs werden wir mit köstlichen Wassermelonen aufgepäppelt. Beim Campamento Alfredo angelangt, richten wir uns in den eng aneinander liegenden, mit Moskitonetzen behängten Betten, deren Matratzen in Plastik eingepackt sind, ein. Der Plastik schützt das Material vor der Feuchtigkeit, denn das Campamento besteht lediglich aus einem Dach. Es gibt hier keine Wände, Fenster und Türen, alles ist offen.

Sowohl das tropische Klima als auch die Wanderung selbst haben uns zum Schwitzen gebracht. Manch einer lässt einen Schrei und ein Gestöhne frei, als er sich mit dem eisig kalten Wasser der improvisierten Duschen wäscht. Das grösste Übel jedoch sind die eklig schmutzigen Toiletten, welche Sara zu ihrem Entsetzten öfter aufsuchen muss, als ihr lieb ist.
Während wir frisch gewaschen aufs Abendessen warten, beginnt es zu regnen und es wird ziemlich kalt im Dschungel. Das anschliessende Essen wärmt uns zum Glück etwas auf und wird in grossen Portionen gereicht. Dazu gibt es frischen Fruchtsaft. Weitre Süssgetränke und Bier kosten extra.
Nach dem Essen wird die für unsere Gruppe zuständige Köchin vorgestellt. Wir sind erstaunt, dass sie uns die ganze Zeit begleiten und uns jeweils um ein paar Stunden vorauswandern wird.
Auf 21 Uhr werden die Stromgeneratoren ausgeschaltet und das Licht geht aus. Die überall herumfliegenden oder krabbelnden Insekten mit beachtlicher Grösse verschwinden durch das Löschen der Lichtquelle leider nicht.

So ist es gar nicht einfach, sich ins Bett zurückzuziehen, ohne ein solches Tier, welches sich gerne an Beinen, Armen oder am Rücken festkrallt, mit unters Moskitonetz einzuladen. Und so muss Fabio die arme Sara von einem der übergrossen Monster retten, welches sich in ihr Schlafgemach geschlichen hat.
Während der Nacht wird von überall her lautstark geschnarcht ?, zudem prasselt der Regen beständig auf das Dach und hält bis in die frühen Morgenstunden an. Die verschwitzte, aufgehängte Wäsche kann so natürlich nicht trocknen.

Tag 2

Bereits um 5:00 Uhr morgens ist Tagwache, auf 5:30 Uhr wird das Frühstück serviert und um 6:00 Uhr losmarschiert. Das Anziehen der mittlerweile noch nasseren Kleider als am Abend zuvor kostet einiges an Überwindung – eine andere Wahl haben wir trotzdem nicht! Auch unser Fotoapparat funktioniert aufgrund der ständigen Feuchtigkeit nicht mehr, wir sind froh, dass immerhin Fabios Handy noch funktionstüchtig ist.
Der heutige Weg wird in zwei Etappen angegangen. Den ersten Teil bis Mutany erfolgt bei schönstem, enorm heissen Wetter und wir staunen über das saftig grüne Umland.

Dort angekommen, geniessen wir erst einmal ein herrliches Bad im Río Buritaca und trocknen unsere erschöpften Körper an der Sonne. Die pubertierenden Studenten buhlen um die Gunst von Alexa und präsentieren Stolz ihre Körper – keine halbe Stunde später sieht der eine wie ein umgekehrter Fliegenpilz aus: Er ist von Kopf bis Fuss mit Flohstichen übersäht, wir beneiden ihn keineswegs!

Beim anschliessenden Mittagessen tanken wir neue Energie. Auch die nachmittägliche Wanderung wechselt sich mit steilen Bergauf- und Bergabwärtspassagen ab. Unterwegs werden wir mit zuckersüssen Ananas verpflegt, was das Vorwärtskommen erleichtert. Bei einer Siedlung der Tairona berichtet Levi über die Kultur dieses Volkes.

Aus einer der Hütten kommt ein kleines Mädchen neugierig auf uns zu und stiehlt Levi die Show. Sara schiesst ein Foto von der Kleinen und zeigt es ihr anschliessend auf dem Bildschirm der Kamera. Das Mädchen ist erst sichtlich erstaunt, sich selbst in dem Apparat zu sehen, dann strahlt es übers ganze Gesicht und springt verlegen davon.

Plötzlich hören wir von weitem deutliches Donnergrollen und es vergehen keine 30 Minuten, da prasselt ein kräftiges Dschungelgewitter nieder.

Klitschnass marschieren wir zum nächsten Campamento, dem Paradiso. Der Name hält leider nicht, was er verspricht, denn es hat zu wenig Betten! Einige von uns müssen oder dürfen in Hängematten übernachten, die Paare teilen sich das ohnehin schon schmale Bett zu zweit ohne Kissen.
Am späten Nachmittag werden frisch über dem Feuer zubereitete Popcorns verteilt und es herrscht heitere Stimmung in unserer Gruppe, welche aus Polen, Niederländer, Amerikanern und uns Schweizern besteht. Es entstehen interessante Gespräche und der erst als übersteigerter Egoist schubladisierte Typ entpuppt sich als äusserst sympathisch. Auch während der Wanderung ist er derjenige, welcher sich stets rührend um das schwächste Glied der Gruppe kümmert. Der erste Eindruck hat uns arg getäuscht!
Während des Abendessens erhalten wir einen etwas aufdringlichen Besuch, welcher sich stinkfrech zwischen oder gar auf den Schoss der Leute stielt und gierig auf die Leckereien im Teller blickt.

Tag 3

Wie bereits tags zuvor stehen wir früh auf und ziehen uns die nassen, kalten Kleider an. Nach dem Frühstück steigen wir steil die ca. 1260 Treppen zur Ciudad Perdida hoch.

Oben angelangt, werden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Zudem erhalten wir von Levi interessante Information über die verlorene Stadt.

Sie verschwand um die Zeit der spanischen Eroberung und wurde erst in den 1970er Jahren wiederentdeckt. Der indigende Name lautet Teyuna, sie wurde durch das Volk der Tairona gebaut und entstand zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert, die Ursprünge gehen jedoch, so vermutet man, bis ins 7. Jahrhundert zurück. Es war wohl das wichtigste wirtschaftliche und politische Zentrum, in welchem 2 bis 4 tausend Einwohner gelebt haben sollen. In präkolumbischer Zeit war das Volk der Tairona das dominanteste, gesellschaftlich komplexeste, politisch fortschrittlichste und technisch hoch entwickelte. Aufgrund des bergigen Geländes zwischen 900 und 1300 Metern wurden va. 170 Steinterrassen angelegt, auf die sie ihre Häuser bauten und rituelle Zeremonien abhielten. Ist ein Mitglied einer Familie gestorben, wurde es im eigenen Haus mit Goldschmuck und Töpferwaren begraben. Das Haus wurde verlassen und die Familie zog in ein neues. In den Berghängen wurden rund 300 Tairona-Siedlungen lokalisiert.

Wiederentdeckt wurde die Ciudad Perdida von einem Einheimischen mit seinen zwei Söhnen während einer ihrer räuberischen Expeditionen. Die Nachricht um die gefundene Stadt verbreitete sich wie ein Lauffeuer, die Grabstätten wurden geplündert und somit viele Teile der Stadt zerstört. Zwischen zwei Gangs brachen bewaffnete Rivalitäten aus, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen. 1976 schickte die Regierung sowohl Soldaten als auch Archäologen in das Gebiet, um die Stätte zu sichern. Einige der noch gefundenen Artefakte sind heute im Goldmuseum in Santa Marta und in Bogotá ausgestellt.

Da die Ciudad auch Hauptstadt der Mücken genannt wird, sind wir mit Deet und Co. gut eingedeckt und bleiben von unliebsamen Attacken verschont. Insgesamt halten wir uns etwa drei Stunden auf den Terrassen auf, geniessen die herrliche Aussicht und schiessen viele Fotos.

Wie bereits auf der gesamten Wanderstrecke sind auch hier Militaristen, welche einerseits das Gelände bezüglich Raub überwachen, andererseits für die Sicherheit der Touristen stationiert sind. Denn 2004 wurde eine Gruppe von 8 Touristen in der Nähe der Ciudad Perdida von der kolumbianischen Guerilla ELN entführt und in der unzulänglichen Gebirgsregion der Sierra Nevada de Santa Marta als Geiseln genommen.
Zurück im Paradiso wird zu Mittag gegessen und wir freuen uns darüber, nach etlichen Tagen Reis und Mais endlich wieder einmal Pasta serviert zu erhalten.
Anschliessend geht es zurück zum Campamento Mutany. Wir kommen, wohl Dank der italienischen Energiezufuhr, erstaunlich zügig vorwärts. Knapp entkommen wir einem erneuten Regenschauer und geniessen die freie Zeit im Campamento mit der freudigen Voraussicht, dass dies die letzte Nacht in den feucht schmuddeligen Betten sein wird. Auch dieses Mal müssen wir uns ein Schlafgemach teilen.

Vor dem Abendessen gibt es ein Treffen mit einem Tairona. Er berichtet, dass sein Volk in Einklang mit der Natur lebe, da ihr Glaube sowohl die Sonne als auch die Mutter Erde verehrt. Er beschreibt sein Volk als “los mejores” (die Besseren). Die moderne Welt, inkl. der Kolumbianer, bezeichnet er als “los peores” (die Schlechteren). Fälschlicherweise übersetzt Alexa die beiden Begriffe als “die jüngeren”, respektive “älteren Brüder”, um keine offensichtliche Bewertung in den Vortrag des Tairona zu bringen.

Nun gut, dass die Umweltverschmutzung durch die moderne Welt kein Segen, sondern ein ernstes Problem für unseren Planeten und dessen Lebewesen bedeutet, müssen wir traurigerweise bestätigen. Die Frage eines unserer Wanderkumpanen, ob denn der technische Fortschritt durch “los peores” denn nicht doch irgend ein winziger Nutzen auch für die Taironas habe erbringen können, antwortet er mit einem klaren Nein. Er denkt wohl nicht daran, dass zum Beispiel die Nutzung des künstlichen Lichtes oder einer Toilette dazugehören würde. Ob dies mit seinem ritualisierten Konsum der in Kolumbien weit verbreiteten Coca Pflanze während des Vortrags zusammenhängt?

Auch darüber spricht sich der Tairona aus: Da die Coca-Blätter allein kaum Wirkung entfalten, werden sie zusammen mit einer alkalischen Substanz gekaut. Dazu werden Muscheln über dem Feuer geröstet und anschliessend zu einem feinen Pulver gemahlen, dem poporo. In einem ausgehölten Flaschenkürbis, der totuma, wird der Muschelkalk aufbewahrt und mit sich herumgetragen. Dieses Gefäss erhalten nur die Männer, wenn sie erwachsen werden. Die Ehre für das Pflücken der Blätter und somit die Arbeit auf dem Feld wiederum ist nur den Frauen vorbehalten.
Beim Konsum stopfen sich die Männer Coca-Blätter in den Mund und tauchen ein mit Speichel befeuchteten Stab in den Flaschenkürbis, um das daran haften bleibende Muschelpulver ebenfalls oral einzunehmen und mit den Blättern für eine verstärkte Wirkungsweise zu sorgen – wie der Tairona während seiner ganzen Rede eifrig demonstriert. Die überschüssige Mischung am Stab wird aussen an der Flasche abgerieben, um sie “wachsen” zu lassen. Dies soll ein Symbol für Weisheit sein. Denn der Glaube dieses Volkes besagt, dass der poporo Wissen einflösst, so als würde man zur Schule gehen und Bücher lesen. Kurz zusammengefasst: Je mehr Coca konsumiert wird, desto weiser wird der Konsument und daher sind auch keine Schulen für die Kinder nötig.

In seiner Rede distanziert sich der Tairona klar von dem Kokainkonsum der “los peores”, da dieser nicht im Einklang mit der Mutter Erde stehe.

Auch wenn sich unsere Meinungen nicht mit denen des Taironas und dessen Volk decken, sind wir doch dankbar über den interessanten Vortrag und den Einblick in eine uns bislang verborgene Kultur – ein Schmunzeln können wir trotzdem nicht unterlassen ?.

Tag 4

Am letzten Morgen hat wohl unsere Köchin verschlafen und wir warten ordentlich lange auf unseren Energie-Zustupf. Trotz des späten Losmarschierens kommen wir zügig vorwärts. Unterwegs werden wir beinahe von galoppierenden Maultieren über den Haufen gerannt. Da keine motorisierten Gefährte die steilen Wege durch den Dschungel passieren können, wird alles, sowohl für die Einheimischen als auch für die Touristen, mit Maultieren transportiert.

Bereits um 11 Uhr sind wir zurück bei El Mamey und verschlingen ein herrliches Fischgericht. Mit dem Jeep geht es zurück nach Santa Marta. Unterwegs muss unser Chauffeur in einem Dörfchen noch ein persönliches Geld-Geschäft abwickeln und wir warten schwitzend und zusammengepfercht in dem engen Wagen und ekeln uns vor den eigenen und anderen Ausdünstungen. Alle sind wir müde und sehnen uns nach einer erfrischenden Dusche, wohlrichender Wäsche und einem weichen Bett. Endlich in Santa Marta angelangt, verabschieden wir uns herzlich von unseren Wandergenossen und düsen mit unserem Mietauto nach Cartagena, wo wir am Flughafen die Karosse vor 20 Uhr abgeben und anschliessend in der Stadt unsere Airbnb-Unterkunft aufsuchen müssen.
Endlich bei der Agentur Alamo angelangt, stehen wir vor verschlossener Tür. Zu unserem Schreck geht zu allem Übel die Alarmanlage unseres Autos los. Wir haben keine Ahnung, wie wir das Ding ausgelöst haben, geschweige denn, wie wir es ausschalten können. Wie durch Zauberhand wird es plötzlich still und wir beschliessen, dass Gefährt, welches aktuell aufgrund von Parkplatzmangel quer über dem Gehstreifen steht und halbwegs mit dem Hinterteil auf die Fahrbahn ragt, in einer Seitenstrasse abzustellen, dort stehen zu lassen und mit dem Taxi zur gebuchten Unterkunft im Altstadtkern zu fahren. Unser Plan geht leider nicht auf, denn kaum öffnen wir eine Autotür, beginnt das schrille Warnhupen von neuem! Wie die Deppen stehen wir verzweifelt da und wissen weder ein noch aus. Aus allen umliegenden Geschäften und Restaurants glotzen die Leute herüber – keiner scheint sich ernsthaft an dem Gehupe zu stören (typisch Kolumbianer, die lieben ja schrillen Lärm!). Ein Einheimischer scheint unsere Verzweiflung zu erkennen und versucht, jemanden der Agentur telefonisch zu kontaktieren. Nach dem gefühlten 100sten Mal endlich nimmt eine Angestellte Alamos das Gespräch entgegen und verspricht, sogleich vorbeizukommen.
Wie wir später erfahren, hätten wir den Wagen erst einen Tag später vorbeibringen sollen. Sobald das Büro der Agentur geschlossen ist, wird ein Störsender aktiviert, welcher den Alarm auslöst, sobald ein Mietwagen im Bereich der Agentur anhält. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, werden wir per Taxi zu unserer Unterkunft gefahren und dort stossen wir per Zufall auf eine Nachbarin, welche über den Schlüssel des Appartements verfügt und uns die Türe öffnet. Fix und fertig sitzen wir dann in der 34 Grad heissen Wohnung und beschliessen, trotz später Stunde, in einem Supermarkt einkaufen zu gehen (welcher zum Glück bis 23 Uhr geöffnet hat) und uns unsere Leibspeise zu kochen.
Ein enorm strenger Tag findet somit ein gutes, wenn auch ermüdendes Ende.

GPS Aufzeichnung der Wanderungen

volle Distanz: 61129 m

Cartagena de Indias

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Erlebnisse

Cartagena de Indias ist die Hauptstadt des Departamentos Bolívar. Da der Name von der spanischen Stadt Cartagena stammt, wird zur Unterscheidung der Zusatz de Indias in Bezug auf Westindien verwendet. Da die Hafenstadt früher oft von Piraten attackiert und geplündert wurde, befestigten die Einwohner eine 11 Kilometer lange Mauer und die riesige Wehranlage San Felipe.

Unsere gemietete Airbnb-Wohnung liegt innerhalb der erwähnten Mauern, direkt in der Altstadt. Die Tage in der schönsten Kolonialstadt Kolumbiens geniessen wir mit lockerem Sightseeing und viel Schlaf.

Vor allem Sara kämpft sich mit erneuten Symptomen der Lebensmittelvergiftung herum und zieht sich wegen der Klimaanlage der Wohnung eine zünftige Erkältung mit Heiserkeit zu. Im Beer & Laundry lassen wir unsere bis zum Himmel stinkende Dschungelkleidung waschen.

Die Zeit verbringen wir in verschiedenen Restaurants und Kaffees mit kleinen Köstlichkeiten, Blogarbeit und Lesen, bis wir wieder einmal mehr Alles zusammenpacken und uns fürs nächste Ziel startklar machen dürfen.

Zeitraum

6. März bis 14. März

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Santa Marta

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Schritte

Ein Kommentar bei „Kolumbien – Ciudad Perdida & Cartagena de Indias“

  1. Hoi zäme,
    Vor einigen Jahren (ca. 1993) machte ich mit einer Gruppe Singapuri Wanderferien auf Borneo. Wir unternahmen Tageswanderungen im Regenwald und kehrten abends immer ins Basis-Camp mitten im Urwald zurück. “Euer” Camp in der Nähe von Ciudad Perdida ähnelt unserem damaligen Camp sehr.
    Mit diesen enormen Schrittzahlen könnte ich momentan nicht mithalten.
    Das Schild in Cartagena de Indias könnte in einem S-Bahn Wagen aufgehängt werden!
    Zu viert jassen die metallenen Kerle einen “Schieber”; gesellt sich Fabio dazu, handelt es sich wahrscheinlich um einen “Pandur” —- der Jass natürlich!
    Funktioniert eure Kamera wieder?
    Weiterhin viel Spass in Südamerika
    Hans

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