Panama – Ciudad de Panamá

Ciudad de Panamá

Karte

Erlebnisse

Nach einem kurzen und angenehmen Flug landen wir überpünktlich in der Ciudad de Panamá (Panama-Stadt). Das von uns ehrlich ausgefüllte Formular über unseren Import von Früchten und anderen Lebensmitteln scheint hier niemanden zu interessieren, auch die gescannten Gepäcksstücke erhalten keine Beachtung.
Mit einem Taxi werden wir zum Sercotel Panama Princess gebracht. In dem zwar eher ältlich eingerichteten, jedoch räumlich grosszügigen Zimmer ziehen wir uns kurz um und nehmen ein Bad im hauseigenen Pool.

Fürs Abendessen begeben wir uns zum äusserst gut bewerteten Italiener La Vespa. Von unserem jungen Kellner Fortuné werden wir wie Könige bedient und wir geniessen zwei Pizzen, als würden wir in einem Restaurant in Italien sitzen. Bis auf einen Abend, wo wir im Steakhouse Gaucho von einer riesigen Fleischplatte ein 20 Unzen Rinderfilet auswählen und perfekt blutig gebraten und entsprechend saftig geniessen können, speisen wir immer in diesem Restaurant und werden, auch bei den herrlichen Spaghettis mit Meeresfrüchten und dem frisch zubereiteten Tiramisu, niemals enttäuscht.

In der nordamerikanisch angehauchten Stadt gönnen wir uns für die wenigen Tage einen Mietwagen, damit wir die etwas ausserhalb liegenden Schleusen des Panamakanals und die Verbindungsbrücke zwischen Nord- und Südamerika etwas bequemer zur Besichtigung erreichen können.

Bei den Schleusen Miraflores des Panamakanals begeben wir uns gleich auf die Aussichtsterrasse und haben Glück, sowohl ein grosses Segel- als auch ein Kreuzfahrtschiff beim Durchschleusen beobachten zu können.

Leider werden wir Zeugen, wie zwischendurch zwei ältere Gäste vom Schiff geholt und mit dem Krankenwagen wegtransportiert werden.

Im Museum erfahren wir, dass der Panamakanal eine künstliche, rund 82 Kilometer lange Wasserstrasse ist, die den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt verbindet und damit die Fahrt um das Kap Hoorn oder durch die Magellanstrasse an der Südspitze Südamerikas erspart. Der 1914 eröffnete Kanal ist eine der wichtigsten Wasserstrassen der Welt – etwa 15.000 Schiffe durchfahren ihn pro Jahr. Der Preis für die Durchfahrt errechnet sich aus vielen Komponenten. Ein einfacher Anhaltspunkt kann die Basisgebühr von 72 Balboa (gleichwertig wie der US-Dollar) pro Standardcontainer und von 134 Balboa pro Passagier-Bett dienen. Man stelle sich die horrende Summe vor, wenn man all die Betten eines riesigen Kreuzfahrtschiffes zählt ?!
Die Abmessungen der Schleusen und Fahrrinnen des ursprünglichen Kanals genügten bis Mitte 2016 “nur” für Schiffe bis zum Panamax-Mass, also beispielsweise Containerschiffe mit 4’600 Standardcontainern. Seit der Eröffnung am 26. Juni 2016, der einst 2007 begonnenen Erweiterung, können ihn Schiffe mit 14’000 Standardcontainern passieren.

Der Panamakanal hat insgesamt drei Schleusenanlagen, die für den Begegnungsverkehr und als Vorsorge für Wartungsunterbrechungen jeweils paarweise angelegt sind:
Die Gatún-Schleusen befinden sich auf der atlantischen Seite unmittelbar nach dem Zufahrtskanal, die die Schiffe mit drei direkt aufeinanderfolgenden Schleusenkammern zu dem 25,9 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Gatúnsee heben. Die drei Kammern haben daher einen Hub, beziehungsweise eine Fallhöhe, von jeweils knapp 9 Metern.
Die Pedro-Miguel-Schleusen liegen am Ausgang des Gaillard-Durchstichs an der pazifischen Seite mit nur einer Schleusenkammer mit einem Hub von 9,5 Meter.
Die Miraflores-Schleusen sind auf der pazifischen Seite an dem dortigen Zufahrtskanal mit zwei direkt aufeinanderfolgenden Schleusenkammern und mit einem Hub von insgesamt 16,5 Metern zu finden.

Die durch den Panamakanal jährlich transportierte Warenmenge entspricht etwa 5 Prozent des weltweiten Seefrachtverkehrs. Der Kanal generiert fast 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Nach dem Besuch der Miraflores-Schleusen erhoffen wir uns vom Ort La Boca eine gute Sicht auf die Puente de las Américas (Brücke der Amerikas), welche den Panamakanal überspannt und somit die Hauptstadt mit dem westlichen Teil des Landes verbindet. Sie ist 1645 Meter lang und etwa 15 Meter breit.

Bis zur Erbauung der Puente Centenario (Jahrhundertbrücke) im Jahre 2004 war sie die einzige feste Strassenverbindung zwischen Nord- und Südamerika und daher ein wichtiger Bestandteil der Panamericana.

Die Sicht von unserem erhofften Ausichtspunkt ist leider durch Bäume weitgehend verdeckt und so lässt Fabio die Drohne steigen.

Mit dem weissen Kia fahren wir über die Cinta Costera, eine Brücke, welche über das Meer um die Altstadt Panamas führt.

Anschliessend gelangen wir direkt über die Puente de las Américas, dann biegen wir auf die Autopista Panamá- La Chorrera, um über die Puente Centenario zu den Schleusen Pedro Miguel zu gelangen. Bei einem perfekt gelegenen Parkplatz wollen wir die Drohe steigen lassen, doch vor unserer Nase befindet sich ein Verbotsschild fürs Drohnenfliegen und so ziehen wir von dannen.

Zu Fuss schlendern wir von unserem Hotel aus der Promenade entlang zu Panamá la Vieja, der Altstadt, welche im Jahre 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Während des Spaziergangs schwitzen wir ordentlich, auch wenn die Sonne immer wieder von Wolken bedeckt wird, und geniessen den Blick auf die Skyline.

Halb verdurstet gelangen wir mittags zum Fischmarkt, wo wir uns an einen Tisch setzen und zwei köstliche Ceviche vertilgen – die eine mit Tintenfisch, die andere mit Garnelen. Beide schmecken wunderbar und lassen uns an die Zeit in der Südsee erinnern, auch wenn die Zubereitungsart mit frischer Kokosmilch uns dazumal mehr angesprochen hat als die hiesige ohne den milchigen Saft.
In der Altstadt besichtigen wir bei der Plaza Simón Bolivar die schöne Iglesia San Francisco De Asis und anschliessend die von aussen eher unscheinbare, jedoch innen hübsch gestaltete Iglesia San Felipe de Neri.

Von der Rooftop Bar des Capital Bistro Panama schiessen wir noch ein paar schöne Fotos der Skyline, bei leichten Regentropfen laufen wir eilig zum Fischmarkt zurück, wo wir uns unter den Wellblechdächern vor dem androhenden Regenguss schützen. Nur wenige Minuten später entlädt der Himmel wohl seinen ganzen Wassertank.

Auch den Vögeln wird es zu ungemütlich und sie retten sich Scharenweise ins Trockene. Bei Bier und Jugo de Maracuja warten wir, bis das Unwetter vorbei ist. Wenig später scheint auch schon wieder die Sonne, lediglich die riesigen Pfützen und die extrem aufgeweichten Wiesen lassen auf einen heftigen Regenguss schliessen.

Am Abend wagt Fabio erstmals einen Drohnenflug bei Nacht. Die Bilder sind leider eher etwas verschwommen, aber wie heisst es so schön: Übung macht den Meister!

Nach den wenigen, abwechslungsreichen Tagen in der Stadt geben wir den weissen Kia kurz vor unserem Abflug direkt am Flughafen ab und sind gespannt auf das Nachbarland Costa Rica.

Zeitraum

15. bis 19. April

Galerie

Schritte

2 Kommentare bei „Panama – Ciudad de Panamá“

  1. Sali zäme,
    Ich chönnt mir guet vorstelle, dass mir Panama City au gfalle würdi. Sehr abwechsligsriich diä Stadt.
    S’Abwartä vom Rägäwettär bi mene Bier üebed mir in Thailand au immer. S’Schöne derbii isch, dass nach enere knappe Schtund alles verbii isch und s’Wätter isch wi vor em Gwitter!

    Machets guet

    1. Hoi Hans

      Panama esch en super Stadt ond in Kombination metem Panama-Kanal uf jedefall en Bsuech wert! Da fast all Flüg zwüsche Nord & Südamerika in Panama zwüschelanded send au d Flüg ned allzu tür wemmers kombiniert metere andere Destination.

      LG Fabio & Sara

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