Costa Rica – Karibikküste & San José

 

Karibikküste

Über Puerto Limón, einer eher unschönen Hafenstadt, wo wir lediglich Geld bei einer Bank abheben, Lebensmittel einkaufen und im Stau inmitten von riesigen Lastwagen stehen, fahren wir der Karibikküste entlang in den ersehnten Süden, bis wir das beschauliche Manzanillo erreichen.

Manzanillo

Karte

Matilda, die junge, amerikanische Gastgeberin, empfängt uns freudestrahlend, sodass wir uns in dem kleinen Hostal sofort wohlfühlen. Bei unserer Ankunft regnet es stark, sodass wir kaum wagen, für den kommenden Tag eine Tour zu buchen. Matilda berichtet, dass aktuell die Lederschildkröten ihre Eier am Strand ablegen. Ehrlicherweise gibt sie zu, dass die Touren, welche von 19 Uhr abends bis 1 oder 2 Uhr nachts dauern, enorm langweilig und kostspielig sind. Oft könne man auch zur Hochsaison der Eiablage von Juli bis Oktober keine der begehrten Riesenschildkröten sichten und wenn doch, dann nur mit einem speziellen Nachtlichtgerät, um die Tiere nicht zu stören. So entschliessen wir uns, stattdessen eine Delfintour zu unternehmen.

Delfintour

Für den Ausflug haben wir zwei einheimische Führer, Vater und Sohn, für uns alleine und so düsen wir zu viert mit dem kleinen Boot der Küste entlang in Richtung Panamá.

Von weitem sehen wir den Anfang des Río Sixaola, welcher Costa Rica von Panamá trennt. In dieser Gegend erhoffen wir uns, Delfine zu sichten. Die Tiere lassen ordentlich lange auf sich warten – erst nach gut 1.5 Stunden Bootsfahrt über immens hohe Wellen lassen sich Tucuxi-Delfine blicken. Diese Delfinart ist nur wenig bekannt und vor 1997 nur sehr wenig in Costa Rica aufgetreten. Da sie ziemlich scheu und durch das trübe Wasser nicht zu sehen sind, erhaschen wir oft nur einen Blick auf ihre Rückenflosse. Etwas enttäuscht treten wir die Rückfahrt an und plötzlich taucht eine Gruppe von grossen Tümmlern auf. Diese sind weit zutraulicher, springen vor dem Boot aus dem Wasser und schlagen Kapriolen. Es ist herrlich, diese Tiere in ihrer Verspieltheit erleben zu dürfen.

Da uns die Hitze der Sonne immer mehr zu schaffen macht, sehnen wir uns nach einem Sprung ins Wasser. Doch wir sind einerseits zu weit von der Küste entfernt, die Wellen sind hoch und die Strömungen unvorhersehbar. Zudem ist es in Costa Rica verboten, mit Delfinen zu schwimmen. Wir geniessen noch etliche Schauspiele dieser wunderbaren Tiere, anschliessend fahren wir zur Playa Punta Mona, wo wir ein warmes, aber dennoch herrliches Bad im Meer geniessen, die Drohen steigen lassen können und eine frische Kokosnuss zum Trinken herhalten.

Danach fahren wir zurück nach Manzanillo und nach dem gut vierstündigen Ausflug sind wir froh, uns in den Schatten des Zimmers legen zu können. Vor allem Fabio hat es mit einem zünftigen Sonnenbrand erwischt.

Refugio National Gandoca-Manzanillo

Einem Pfad entlang laufen wir durch den grünen Wald zu einem Mirador, wo wir den tosenden Wellen lauschen und den im Meer stehenden und den Gezeiten standhaltenden Felsen bestaunen.

Auch in diesem Park ist von überall her Affengebrüll zu hören und Echsen verstecken sich beim Näherkommen rasch im Gebüsch.

Zum Abendessen sitzen wir mit unseren Nachbarn, dem bald pensionierten, stetig zu Technobeats wippenden Malcom aus London und einem frisch verheirateten Paar aus Tschechien zusammen und verbringen einen stimmungsvollen Abend. Zu später Stunde erhalten wir Besuch von einem eindrücklichen, gut 10 Zentimeter langen Käfer und einer Gottesanbeterin.

Cahuita

Karte

Hostal Secret Garden

Die kommenden Tage verbringen wir im Hostal Secret Garten in Cahuita, welches von Malcom in höchsten Tönen gelobt wurde.

Wir können noch knapp seine Begeisterung für den leicht verwilderten, aber dennoch schönen Garten nachvollziehen. Doch die Behausung selbst ist überall verschimmelt und der Verputz bröckelt nach und nach ab. Auch wenn uns die Unterkunft eher gruselt, müssen wir die Zähne zusammenbeissen, denn die Buchung kann leider nicht storniert werden. Und schlussendlich haben wir die vielen Nächte hier gebucht, um ordentlich Geld zu sparen, denn unser Ziel ist es, anschliessend im La Rana de Cahuita, welches sich ausserhalb des Ortes in einer wunderschönen Grünanlage befindet, zu entspannen und uns zu verwöhnen.

So finden wir uns damit ab, das schmutzige Geschirr und die Töpfe jeweils vor dem Gebrauch gut zu waschen und uns bei den vielen Moskitos trotz der Hitze gut einzukleiden. Da es fast jeden Abend wie aus Kübeln vom Himmel heruntergiesst, haben wir in unserem Zimmer regelmässigen Besuch von mittelgrossen Krabben.

Bereits vor der ersten Nacht schleicht sich ein Tier bis zu unserem Badezimmer hindurch und versteckt sich dort hinter den schmierig dreckigen Rohren des Waschbeckens und ist während der ganzen 5 Tage nicht nach draussen zu bewegen. Die anderen ungebetenen Gäste können wir glücklicherweise jeweils mit Sieb und Pfanne gut einfangen und wieder nach draussen befördern, nur um sie wenige Stunden später ungewollt wieder hereinzulassen ?!
Während der Tage im Gruselhostal sind wir daher motiviert, vieles zu unternehmen und zu besichtigen:

Sloth Sanctuary (Faultierheim) in Penshurt

Bei der zweieinhalbstündigen Führung haben wir erst Zeit, die verletzten Faultiere in ihren Gehegen beim Schlafen und Essen beobachten zu können. Dann laschen wir einem spannenden, interaktiven Vortrag über die Faultiere, welche eine Unterordnung der zahnarmen Säugetiere bilden und mit den Gürteltieren und Ameisenbären verwandt sind. Es werden zwei Gattungen der Faultiere unterschieden:

Das Fell der Zweifinger-Faultiere ist hell- bis rötlich-braun und eher feinhaarig, die Nase erinnert an die eines Schweinchens. Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern und harten Früchten, wie zum Beispiel grüner, unreifer Mangos, aber auch Insekten und kleine Wirbeltiere können auf ihrem Speiseplan stehen. Ihre Zähne sind entsprechend scharfkantig.

Das Fell der Dreifinger-Faultiere ist struppig und in Grautönen gefärbt. Ihr Kopf ist verhältnismässig klein und die Nase eher stups. Sie ernähren sich ausschliesslich von Blättern, weshalb ihre Zähne stumpf sind.

Gemeinsam ist den beiden Gattungen, dass ihr Stoffwechsel extrem langsam verläuft. Zum Verdauen haben sie vier verschiedene Mägen, der Prozess dauert zwischen 21 und 38 Tagen. Die kalorienarme Nahrung und der stark verlangsamte Stoffwechsel führen dazu, dass die Tiere mit ihrem Energiehaushalt effizient umzugehen wissen und sich daher nur dann bewegen, wenn es nötig ist. Sie schlafen bis zu 20 Stunden am Tag, sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und kommen etwa alle 8 Tage von den Bäumen herunter, um ihr Geschäft zu verrichten. Der Geschlechtsverkehr dauert im Schnitt 40 Sekunden, es dürfen ja nicht zu viele Kalorien verbrannt werden! Das Weibchen trägt das Ungeborene 11 Monate aus und nimmt dabei nicht zu, die Schwangerschaft ist also nicht sichtbar und das in den Baumkronen geborene Jungtier ist zu Beginn sehr klein und muss fähig sein, sich an der Mutter festzuklammern. Ein Jahr lang lernt das Kleine von der Mutter, dann gehen die beiden getrennte Wege. Faultiere sind Einzelgänger und werden in Gefangenschaft etwa 30-40 Jahre alt.
Ihr grösster Feind ist der Harpyie, ein riesiger, kräftig gebauter Greifvogel, welcher sich auch von Affen ernährt. Er gehört zu den grössten und physisch stärksten Greifvögeln der Welt. Er erreicht eine Körperlänge von bis zu 110 Zentimetern und einer Flügelweitspanne von bis zu zwei Metern. Die grösseren Weibchen erreichen ein Gewicht zwischen 6 und 9 Kilogramm. Der Name stammt aus der griechischen Mythologie, wo die Harpyien greifvogelähnliche Dämonen des Sturmes waren, welche der Bevölkerung Nahrung und Kinder stahlen.

Weiter erfahren wir, dass in Costa Rica die Tiere meist durch die schlecht isolierten Stromleitungen verletzt werden, an denen sie sich festklammern wollen. Meist führe dies zum Tod, doch die Tiere können dabei auch überleben und ihr Augenlicht oder ihre Extremitäten verlieren. Ein weiteres Faultier in der Station ist querschnittsgelähmt, ein anderes ist von Einheimischen als Baby gefunden und verbotenerweise in einer Pappschachtel unwissentlich fast zu Tode gepflegt worden. Es wurden dem Kleinen unverträgliche Kuhmilch und giftige Papaya-Blätter verabreicht. Wie durch ein Wunder hat es das Tier überlebt und von einem Nachbarn wurde die verbotene Tierhaltung gemeldet.

Im Anschluss über den informativen Rundgang durch die Gehege werden wir mit einem Kanu durch die Sümpfe gefahren, wobei wir zwar zwei Faultiere in freier Wildbahn sichten, jedoch hauptsächlich von Moskitos gefressen werden.

Jaguar Rescue Center (Jaguar Rettungszentrum) in Punta Cocles

In dieser Auffangstation von verletzten Tieren erwartet uns nicht das, was der Name vorzugeben scheint. Obwohl Jaguare hier in wenigen Gehegen aufgepäppelt werden, sind im Zentrum des Geschehens und der Führung vor allem Faultiere. So lauschen wir dem Vortrag nur mit halbem Ohr und beschäftigen uns hauptsächlich mit dem Beobachten und Fotografieren der herzigen Tiere. Die Station gleicht eher einem Zoo und so erleben wir zu unserer Begeisterung folgende Tiere fast hautnah:

Wir können lange dabei zusehen, wie sowohl erwachsene als auch junge Zweifinger-Faultiere gefüttert werden.

Dabei lassen sich folgende Vögel, welche sich in unmittelbarer Nähe befinden, nicht stören:

Der Trovisittich kommt in Mittel- und Südamerika vor, erreicht eine Grösse von etwa 18 Zentimetern und ernährt sich von Früchten, Nektar, Blüten und Samen.

Die Gelbnackenamazone gehört zur Familie der Eigentlichen Papageien und kommt, natürlich verbreitet, in Mittelamerika vor. Sie erreicht eine Gesamtkörperlänge von bis zu 38 Zentimetern, hat eine laute Stimme und kann Laute aus der Umgebung gut nachmachen.

Der Weisskopfpapagei lebt vor allem im Flachland. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Mexiko bis nach West Panamá.

Der Halsbandarrasari gehört zur Familie der Tukane, wird etwa 41 Zentimeter gross und 230 Gramm schwer. Das Gefieder ist überwiegend schwarz. Die Bauchseite jedoch ist gelblich, mit einem breiten, shwarz-roten Band. Die Beine sind grün. Die untere Schnabelhälfte ist schwarz, die obere farbig mit schwarzen Zacken. Er lebt in in waldigem Flachland und feuchten Regenwäldern und ist in der Regel nicht über 1500 M.ü.M. anzutreffen.

Der Braunrückentukan ist etwas grösser und schwerer als der Halsbandarrasari. Markant ist der von den Augen bis zur Brust reichende gelbe Fleck und der zweifarbige Schnabel.

Von den bereits beschriebenen Brüllaffen sehen wir hier vor allem wenige Monate alte Tiere, welche voller Energie am Herumturnen sind.

Den Kapuzineraffen schauen wir beim Spielen zu, die sich in einem neuen Käfig befindenden Spinnenaffen sind aufgrund dieser Veränderung eher zurückhaltend.

Das Spitzkrokodil findet man vom südlichen Florida bis hinunter zum westlichen Südamerika. Es kann bis zu 7 Meter lang werden und schwimmt auch ins offene Meer hinaus, weshalb es auch in Costa Rica schon zu Badeunfällen oder Todesfällen gekommen ist.

Der Schwefeltyrann ist ein Allesfresser und scheut menschliche Siedlungen nicht.

Die Langschwanzkatze, auch Margay, Pelulo, Berg- oder Baumozelot genannt, ist in Mittel- und Südamerika östlich der Anden verbreitet und ernährt sich überwiegend von Fleisch. Lange wurden die Katzen wegen ihres Fells von den Menschen gejagt, was unterdessen zum Glück verboten ist.

Begeistert verlassen wir das grosszügig und tiergerecht gebaute Areal.

Parque National de Cahuita

In diesem Nationalpark wird einem nach einer freiwilligen Spende Einlass gewährt und der Weg führt mehrheitlich der Küste entlang durch saftig grüne Waldlandschaft, über Brücken von Sumpfgebieten und entlang an verlassenen Stränden.

Die Wanderung ist wegen der Hitze ziemlich anstrengend, doch wir können viele Krabben, Basilisken und Affen beobachten. Von letzteren werden wir beim Knuspern eines Snacks während des Laufens abgefangen, in die Enge getrieben und somit gezwungen, die Krackers abzugeben.

Geschlagen müssen wir zusehen, wir das eine Äffchen frech vor unserer Nase unser Essen vertilgt und sich dabei richtig Zeit lässt. Als es endlich fertig ist, lässt es die leere Tüte fallen und wir können immerhin den Abfall aus dem Park führen.

Unterwegs begegnen wir unverhofft einer Schildkröte, welche wir fast übersehen hätten, da sie mit ihrem dunklen Panzer wie ein Stein wirkt. Zu unserer Freude streckt sie ihren Kopf aus ihrem Haus und betrachet uns neugierig.

Puerto Viejo de Talamanca und Playa Punta Uva Arrecife

Mit dem frisch vermählten Pärchen aus Tschechien treffen wir uns zu Ceviche und Sopa Marisco de Crema in der Marisqueria Mopri und verbringen anschiessend den Nachmittag gemütlich beim Baden und Plaudern an der Playa Punta Uva Arrecife.

La Rana de Cahuita

In dieser Unterkunft geniessen wir die guten Betten, das Kochen mit sauberen Utensilien und sowohl den grossen Gemeinschaftspool aus auch den kleinen privaten.

Der äusserst gepflegte Garten lädt zum Bestaunen der verschiedenen Blumen und dem Beobachten der Oro Pendula Vögel ein, welche hoch oben in den Bäumen ihre pendelähnlichen Nester aufgehängt haben.

Tortuguero

Karte

Nach den erholsamen Verwöhn-Tagen im Rana geht die Fahrt nach La Pavona. Unterwegs werden wir von der Polizei herausgewunken und leider zu Recht beschuldigt, beim Überholen eines fast einschlafenden Motorradfahrers die Doppellinie übertreten zu haben. Dass wir das Schlusslicht von etwa fünf überholenden Autos bilden, welche ebenfalls diese Vorschrift missachtet haben und NICHT von der Polizei ? angehalten worden sind, interessiert den mit uns kommunizierenden Beamten nicht. Es wird eine Busse von 550 Dollar verhängt, unsere grossen Augen, weit geöffneten Munde und das schneeweisse Gesicht sprechen wohl Bände. Nach etlichem Diskutieren lässt der Polizist zum Glück von der Busse ab und fast so gemächlich wie der Motoradfahrer tuckern wir weiter nach La Pavona, wo wir unseren Mietwagen für die kommenden drei Nächte parken und mit einem Boot in gut einer Stunde erst über San Francisco de Tortuguero in das wohl weltbekannte Dörfchen Tortuguero fahren.
Von Johnny, unserem Führer für die Touren im Park, werden wir am Bootsanlegeort abgeholt und zu unseren Gastgebern Jimmy und Jenni gebracht und der Ablauf der Touren für die Tage vereinbart.

In Tortuguero gibt es keine Autos, das Dorf ist nur per Boot oder Flugzeug erreichbar. Es existiert seit ca. 1930, als eine kolumbianische Familie sich dort niederliess. Etwa 10 Jahre später wurde mit der Abholzung des Regenwaldes begonnen, wozu Flussarme zu Kanälen umgebaut wurden. Durch das Fällen der Bäume gibt es in dieser Gegend nur noch sehr wenig Primärwald, der grösste Teil der Vegetation besteht aus Sekundärwald. Seit 1975 steht der Nationalpark Tortuguero unter Schutz, Haupteinkommensquelle für die Bewohner des Dorfes ist der Tourismus.

Kanutour

Um 5:40 Uhr laufen wir mit Jimmy zum Parkeingang des Parque National Tortuguero, wo ein Eintrittsgeld bezahlt wird. Mit Jimmys Kanu, welches er aus eigener Kraft mit einem Paddel vorantreibt und nicht wie viele andere mit einem lauten Motor bestückt ist, geht die Erlebnisfahrt um die Isla Cuatro Esquinas los.

Es verspricht ein sonniger Tag zu werden, denn aktuell, zur frühen Morgenstunde, liegen noch Nebelschwaden auf den Kanälen und den Baumwipfeln, welche sich jedoch langsam auflösen.

Allein schon die ruhige Fahrt durch die mystischen Flusswindungen ist ein besonderes Erlebnis, welches sich aber durch die reiche Tierwelt, welche wir hier beobachten können, noch steigert.

Zu Beginn sehen wir eine Glückskastanie, ob sie uns auf unserer Entdeckungstour das entsprechende Glück auch bringt?

Der Grüne Basilisk ist uns wohlbekannt, aber dennoch immer wieder schön anzuschauen.

Der Grünreiher lebt in den Sümpfen Mittelamerikas und auf karibischen Inseln. Wenn er sein Futter nicht direkt fängt, nimmt er sich ein Insekt (wie zum Beispiel eine Heuschrecke) und verletzt es derart, dass es hilflos auf der Wasseroberfläche um sein Leben kämpft. Nun wartet er geduldig, bis sich ein ahnungsloser Fisch an die leichte Beute wagt und packt dann hinterhältig zu.

Von weitem können wir einen Regenbogentukan erkennen.

Den Nacktkehlreiher haben ebenfalls schon einmal entdeckt.

Das Gelbstirn-Blatthühnchen lebt an bewachsenen Binnengewässern mit Schwimmpflanzen, über dessen Blätter es läuft, um Insekten, Schnecken und kleine Wirbellose zu fressen. Es schwimmt nur ungern und watet daher auch häufig im seichten Wasser. Fliegen tut es nur gelegentlich und lässt dabei die Beine hängen.

Ein stiller, wohl etwas müder Brüllaffe.

Die Zwergbinsenralle, auch Zwergbinsenhuhn genannt, ist ein schmales Vögelchen von gerade einmal 125 bis 150 Gramm. Diese Tiere sind ganzjährig standorttreu und leben in Mittel- und Südamerika an stehenden oder nur langsam fliessenden Gewässern. Sie ernähren sich von Fischen, Insekten, Kleintieren und Samen.

Der Kahnschnabel kommt in ganz Mittel- und dem nördlichen Südamerika vor. Er lebt an dicht bewaldeten Flussufern und in Mangrovensümpfen, frisst Fische, Krebse, Insekten, kleine Amphibien und kleine Säugetiere.

Der Amerikanische Schlangenhalsvogel hat eine grosse Ähnlichkeit mit den Kormoranen. Er lebt in den wärmeren Regionen Nord-, Mittel- und Südamerikas. Seine Tauchgänge, um nach Fischen zu jagen, dauern 30 bis 60 Sekunden. Da das Gefieder des Schlangenhalsvogels ist nicht wie bei Enten durch Öle wasserfest ist und somit nass wird, muss er es erst an der Luft trocknen lassen, um sich wieder in die Luft erheben zu können.

Beim einem enorm hohen Baum zeigt Johnny auf das obere Drittel und meint, da müsste irgendein Vogel sein, er könne ihn von blossem Auge nur nicht sehen, da die Tarnung so gut sei. Er wisse jedoch, dass ein Jungtier dort heranwachse und deshalb etwas da sein müsste. Wir zoomen so gut es geht heran und tatsächlich, da sitzen zwei gut gefiederte Exemplare. Nach eigener Recherche gehen wir davon aus, dass es sich um eine Art Kreischeule handeln kann, die nachtaktiv ist und jetzt schläft.

Der Krokodilkaiman, auch Nördlicher Brillenkaiman genannt, wird im Schnitt lediglich etwa 2.5 Meter lang und ist grau- bis olivbraun gefärbt. Er bewohnt Seen, Flüsse, Sümpfe, Stauseen und Strassengräben und frisst Insekten, Fische, Schnecken und Krebse. In Costa Rica kommen neben diesen Kaimanen noch die gefährlichen Spitzkrokodile vor. Die Unterscheidung der beiden Arten ist nicht ganz einfach. Begegnest du einem der Tiere und es läuft davon, ist es ein Kaiman. Frisst es dich auf, interessiert es dich nicht mehr.

Der Grüne Leguan erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 2.2 Metern und hat einen grossen Kehlsack. Er kann bis auf 20 Meter Höhe klettern und lebt in bevorzugt in der Nähe von Flüssen, dies in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika. Er ernährt sich ausschliesslich von Pflanzen. Wir kommen mit dem Boot extrem nahe an dieses Tier heran und können es beim Fressen beobachten.

Die Königsboa, oder auch Abgottschlange genannt, ist von Mexiko bis ins südliche Südamerika verbreitet, wobei sie sich tendenziell eher in Küsten- oder Gewässernähe mit hoher Luftfeuchtigkeit, dichtem Buschwerk und unter 1000 Metern über Meer aufhält. Sie wird bis zu drei Meter lang und frisst neben Insekten alle Tiere, die sie grössenmässig bewältigen kann, d.h. auf der Speisekarte stehen ab und an auch einmal kleine Kaimane. Ihre gepackte Beute erdrückt sie mit muskulösen Körperschlingen, bis es beim Opfer zu einem Kreislaufkollaps und zum Herzstillstand kommt. Die Beute erstickt also nicht, wie bis anhin angenommen. Auch hier sind wir lediglich einen halben Meter von dem königlichen Tier entfernt, es lässt sich keineswegs durch unser Fotografieren stören und bewegt sich keinen Millimeter.

Jaguar Trail

Diesen Weg begehen wir ohne Führer, da wir im Wald schon reichlich Tiere gesichtet und kennengelernt haben. Auch heute sehen wir viele Affen und etliche Echsen. Der Weg selbst ist nicht so atemberaubend schön und abwechslungsreich wie zum Beispiel der in Cahuita. Hauptsächlich, so erfahren wir später von Jimmy, ist er für die Beobachtung der Grün- und Lederschildkröten angelegt worden, sodass man parallel zum Strand im Wald zügig vorwärtskommt, um dann in regelmässigen Abständen durch einen Pfad zum Strand gelangen kann, ohne dass man die ganze Strecke durch das Gebiet der Eiablage wandern und somit die Brutstätten gefährden muss.

Nachtwanderung

Auch wenn wir erst froh sind, dass sich der Regenguss trotz der vielen Blitze und Donner zurückhält, sind wir nach zweistündiger Suche nach Fröschen doch enttäuscht, nur eine kleine Kröte entdeckt zu haben. Ein kleiner Regenguss hätte genügt, um die von überall her erklingenden Frösche aus ihren nahen Verstecken zu locken. Trotzdem haben wir das eine oder andere Tier im Dickicht entdecken können, das Fotografieren unter den erschwerten Bedingungen ist uns nicht immer leichtgefallen und vor allem nicht sonderlich erfolgreich gelungen:

Dies ist eine Morpho-Raupe, aus dem einmal der wunderschöne blaue Morpho-Falter, welcher ein Schmetterling ist, schlüpfen wird.

Die Dünnschlange, welche hier auch Lora genannt wird, kann eine Länge von über zwei Metern erreichen und die Schuppen tragen eine grüne Farbe. Sie ist vorwiegend tagaktiv und hält sich in der Nähe von Fröschen, kleinen Echsen und Jungvögeln auf, da sie sich von ihnen ernährt. Der Dünnschlange fehlen zwar Giftzähne, doch weist sie Giftdrüsen auf. Der Speichel ist daher leicht giftig.

Die nächste, sehr schöne Schlange mit gelben Glubschaugen ist noch viel dünner als die Dünnschlange und Jimmy nennt sie Dormilona. Im Internet finden wir unter diesem Namen jedoch lediglich eine Giftschlange, die in der Beschreibung nicht zu der unsrigen passt.

Weitere Tiere, die wir in der Dunkelheit entdecken:

San José

Karte

Erlebnisse

Obwohl uns von vielen Leuten abgeraten wurde, die hektische, unschöne und teils gefährliche Haupttadt zu besichtigen, sind wir doch froh, ein paar Tage im belebten Zentrum verbringen zu können.

Zeitraum

19. Mai bis 07. Juni

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3 Kommentare bei „Costa Rica – Karibikküste & San José“

  1. Sali zäme,
    Haben soeben via Postbote Tobias Planzz eure Ansichtskarte von den Galapagos erhalten!
    Vielen Dank
    Hans

  2. Hoi zäme,
    In diesem Blog sind ausserordentlich schöne Natur- und Tieraufnahmen enthalten! — Toll, diese Landschaft in Costa Rica!
    Die Langschwanzkatze, die ihr fotografiert habt, erinnert mich sehr an eine Katze, die wir beinahe gekauft hätten: eine Bengalkatze. Der Preis einer solchen Katze und deren Freiheitsbedürfnis hat uns vor ein paar Jahren davon abgehalten eine solche zu kaufen. Wir hatten Angst, dass sie unsere Wohnung demoliert. Aber schön, sehr schön sind sie!
    Die Flagge von Costa Rica ähnelt sehr der Flagge Thailands: Aus rot mache blau und aus blau mache rot und schon ist’s eine Thaiflagge!
    Einen schönen Abschluss eures “kurzen Ausflugs” wünschen wir euch, und dass das Fernweh nicht allzu bald wiederkehrt.

    Gute Heimreise und bis bald
    Hans

  3. Hoi zäme, isch wider ä mega schöne Bitrag gsi , mite Tier u vode usflüg!!
    Häbet no e guete Räste u nii auzu fests Fernweh, wes wider heisst : heiflug

    Si mega chuet cho euii Biträg , mercii !!!!!
    Liebe gruess , nici

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